Oh, wie yummi!

Yummi Vegan Food

Nachgekocht: Pilzrisotto aus „Vegan genial“

7 Kommentare

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Ich muss ja sagen, ich bin wirklich bass erstaunt darüber, wie viele gute – und damit meine ich WIRKLICH gute – vegane Kochbücher es inzwischen gibt. Und zwar nicht nur welche, in denen Fleischgerichte „nachgebaut“ werden, sondern die mit pflanzlichen Lebensmitteln eine völlig neue Art des Kochens zelebrieren.

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Inzwischen nenne ich sieben oder acht vegane Kochbücher mein Eigen – und obwohl ich früher nie nach Rezept gekocht habe, macht mir das Nachkochen im Moment richtig viel Spaß. Dass ich nie nach Kochbuch gekocht habe, liegt hauptsächlich daran, dass man ja von klein auf mit unzähligen Gerichten mit Fleisch, Käse, Sahne und Eiern aufwächst und weiß, was am Ende ungefähr rauskommen soll. Und dementsprechend – sofern man gerne kocht – auch ohne Rezept ganz gut improvisieren kann.

Bei veganem Essen ist die  Lage ein bisschen anders. Hat man in Restaurants früher mit ein bisschen Glück noch das eine oder andere vegetarische Gericht als Vorlage kennenlernen können (wobei es dann doch meistens die Käsespätzle oder die Nudeln im Pilzsahnesoße waren), sieht es bei veganem Essen eher mau aus. Gute vegane Kochbücher sind für mich eine echte Inspiration, bis ich mich an das „neue Kochen“ gewöhnt habe. Und zu meiner Freude handelt es sich hier keineswegs um spaßbefreiten „Körnerfraß“ und „Kaninchenfutter“ – nein, hier geht es wirklich um Genuss.

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Da ich derzeit so viel aus Kochbüchern koche, möchte ich heute eine neue Rubrik einführen: „Nachgekocht“. Bei dieser Gelegenheit lernt Ihr  ja vielleicht auch das eine oder andere Kochbuch kennen, das noch nicht in Eurem Regal steht.

Ich koche generell sehr gerne aus „Vegan for Fit“ von Attila Hildmann, auch das neue „Vegan for Youth“ habe ich mir schon gekauft und freue mich schon darauf, die vielen leckeren Rezepte auszuprobieren. Weitere tolle Kochbücher in meinem Schrank sind „World Food Cafe“, „The Lotus and the Artichoke“, „Peace Food“, „Das Ox-Kochbuch“„Rohköstlich leben“, „Vegan zuhause und unterwegs“ und „Vegan vollwertig genießen“. Eine kurze Vorstellung der Kochbücher findet Ihr hier. „La Veganista“, ein optisch sehr ansprechendes Kochbuch, hat mir persönlich nicht so zugesagt, da dort sehr viele „nachgebaute“ Rezepte drin sind . Viele der „Original“-Fleischrezepte sind frühere Lieblingsgerichte und ich bin da immer ein bisschen „enttäuscht“ von der veganen Variante. Außerdem backe ich nicht so gerne und habe generell keinen so süßen Zahn und in La Veganista sind sehr viele Rezepte für die Naschkatzen unter uns drin. Ich kann mir vorstellen, dass es für andere ein sehr gutes Kochbuch ist, nur mich persönlich haben nicht so viele Gerichte auf Anhieb „angesprungen“, wie man so schön sagt. Ich habe es dann einer Freundin vermacht, die sich sehr darüber gefreut hat.

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Das Buch, aus dem das heutige Rezept stammt, heißt „Vegan genial“ von Josita Hartanto. Wunderschön gemachtes Hardcover, tolle Fotos und sehr abwechslungsreiche, relativ einfach umzusetzende und trotzdem einfallsreiche Rezepte – ohne krass exotische Zutaten, für die man erst in drei Läden rennen muss, um sie zu bekommen. Ein eindeutiger Pluspunkt!

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Heute stelle ich ein Pilzrisotto vor, das mir wirklich sehr, sehr gut geschmeckt hat. Vor allem die Kräuterseitlinge stachen für mich heraus, sie hatten schon fast etwas Fleischiges, so herzhaft und „umami“ haben sie geschmeckt. Und dazu, oh Wonne!, ein Steinpilzpesto… mmmhhhh! Ein bereits köstliches Pilzgericht, abgerundet mit einem Stein-pilz-pes-to. Ich bin im Pilzhimmel! Ihr merkt: Pilzliebhabern (so wie ich) kann ich dieses Rezept nur empfehlen, es ist einfach unglaublich yummi!

Zutaten für 4 Personen:

Für das Pesto

  • 25 Gramm getrocknete Steinpilze
  • 1 kleines Bund Petersilie
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 700 ml Wasser
  • Olivenöl
  • 1TL Salz

Für das Risotto

  • 1 mittelgroße weiße Zwiebel
  • 250 Gramm Risottoreis
  • 400 Gramm frische gemischte Pilze
  • 3 Lorbeerblätter
  • 100 ml Weißwein oder Sekt
  • Olivenöl
  • 1 EL kalte Margarine
  • Salz

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Zubereitung:

Vorbereitungen:

  • Gründlich gewaschene Steinpilze in 700 ml Wasser einweichen (mind. eine Stunde)
  • Pilze abgießen und das Einweichwasser in einem kleinen Topf auffangen – damit kochen wir später das Risotto

Risotto:

  • 3EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebelwürfel und Reis rösten, bis es glasig wird
  • den Wein hinzugeben und kurz einköcheln lassen
  • jetzt 2 Kellen Einweichwasser hinzugeben und unter Rühren auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis es fast verkocht ist und immer wieder Einweichwasser nachgießen, bis es verbraucht ist

Pesto:

  • die eingeweichten und abgetropften Steinpilze in 2 EL Olivenöl anbraten
  • mit Walnüssen, Knoblauch, Petersilie und Salz im Mixer pürieren (nicht zu fein)
  • gemischte Pilze ggf. putzen und schneiden, in Olivenöl anbraten und mit Salz abschmecken
  • das Risotto mit der kalten Margarine vollenden und die gebratenen Pilze, das Pesto, ein bisschen gehackte Petersilie hinzugeben, ggf. noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken

Guten Appetit!

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7 thoughts on “Nachgekocht: Pilzrisotto aus „Vegan genial“

  1. Mhhhh … das sieht aber lecker aus!🙂 Ich denke das werde ich demnächst mal mit Buchweizen nachkochen! Die Pilze sehen soooo toll aus !!

    • Das habe ich ja noch nie probiert, wie schmeckt denn Buchweizen? Kann man das einfach wie Reis verwenden?

      • Solltest du umbedingt ausprobieren🙂 ! Er ist natürlich um einiges gesünder als der normale Risotto-Reis und hat ein leckeres, leicht nussiges Aroma.

        Ich habe ihn wie den Arborio-Reis zubereitet. Guck doch mal mein Paprika-Buchweizen-Risotto an …. da hab ichs gepostet🙂

        LG

  2. Verdammt kaum gefrühstückt bekomme ich bei so tollen Bildern nun schon wieder hunger😉
    Sieht einfach mega lecker aus. Danke fürs Rezept

  3. Das Ox-Kochbuch ist auch eines meiner liebsten!!! Alltagstauglich und witzig geschrieben!

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