Oh, wie yummi!

Yummi Vegan Food

Comfort Food: Vegane „Clam Chowder“

3 Kommentare

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Wenn es kalt ist, liebe ich dicke, cremige, brockige Suppen, in denen der Löffel fast stehen bleibt. Ich mache es mir dann mit kuschelig dicken Socken und einer schönen, warmen Schüssel voll Suppe auf der Couch bequem und löffele sie gemütlich beim Serien gucken in mich hinein.

Irgendwie – fragt mich nicht, wie – ploppte neulich aus heiterem Himmel das Wort „clam chowder“ in meinem sonnenlichtdeprivierten, inzwischen etwas trübseligen Hirn auf und versetzte mich gleich in einen wohlig-warmen Erwartungszustand. Kennt Ihr das, wenn Ihr an einem bestimmten Tag und in einer bestimmten Stimmung an ein bestimmtes Gericht denkt und gleich lächeln müsst? Genau so erging es mir mit besagter „clam chowder“.

Das erste Mal aß ich diese Suppe in einem Fast Food Restaurant namens „Red Lobster“ in Texas. Ich kannte es nicht, aber mein Vater bestellte sich eine große Schüssel und ich war seit dem ersten Löffel absolut begeistert! So cremig, so „rich“, so geschmackvoll!

Ob es da wohl eine vegane Version davon gibt, fragte ich mich?

Ja, die gibt es! Ich entschied mich für das Rezept von „Forks and Beans“ – eine absolut famose Entscheidung, wie sich herausstellen sollte! Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr so richtig an den Geschmack dieser ersten „clam chowder“ in Texas erinnern, aber egal – die vegane Version war so verdammt lecker, dass ich nichts, aber auch wirklich nichts vermisst habe! Und das, obwohl die originale „clam chowder“ mit Speck und Muscheln gekocht wird!

Die „clams“ wurden durch Pilze (in meinem Fall Austernpilze) ersetzt, die in Weißwein geschmort wurden. Dadurch erhielten sie einen leicht säuerlichen Geschmack , die der Suppe einen wunderbaren Pfiff gaben, ohne dass sie pilzig schmeckte. Göttergatte meinte sogar, ohne zu wissen, was es ist, es würde ihn „irgendwie an Fischsuppe erinnern“. Strike! Das konnte ich zwar nicht unbedingt bestätigen, aber es war wirklich sooo lecker, dass es dieses Gericht auf jeden Fall sofort auf die „Must-Cook-Again“-Liste geschafft hat.

Die Ultra-Hammer-Cremigkeit kommt übrigens von dem pürierten Blumenkohl – schmecken tut es aber so, als wären mindestens ein Becher Sahne und Creme fraiche drin!

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Ich übersetze Euch einfach mal das Rezept. Ich habe mir amerikanische Cups gekauft als Messeinheit, weil ich oft amerikanische Rezepte nachkoche. Man kann aber auch durchaus eine normale Kaffeetasse nehmen – Hauptsache, das Verhältnis stimmt einigermaßen.

Im Original werden Selleriesamen verwendet, ich habe aber nirgends welche gefunden und es hat mir trotzdem geschmeckt. Deswegen führe ich sie hier auch nicht auf. Statt gefrorenem Mais habe ich welchen aus der Dose genommen und außerdem habe ich am Schluss noch einen Löffel vegane Creme Fraiche untergehoben.Ich finde, bei dem Schmuddelwetter kann man sich ruhig einen Cremigkeits-Overload gönnen, n’est-ce pas?

Zutaten:

für die Pilz-„clams“:

  • 1/2 Tasse grob gehackte Pilze
  • 1/4 Tasse Weißwein
  • 1 TL vegane Butter/Margarine

für die Suppenbasis:

  • 1/2 mittelgroße gelbe Zwiebel
  • 2 Stangen fein gehackten Sellerie
  • 3 mittelgroße gehackte Karotten
  • 1/3 Tasse Mais (ich habe mehr genommen, ich mag Mais)
  • 1 TL getrockneten Thymian
  • 3 TL Mehl
  • 1 Kartoffel, in Würfel geschnitten (ich habe 3 Kartoffeln genommen, ich wollte ja auch satt werden – war auch gut)
  • 3 Tassen Gemüsebrühe
  • 1/2 Tasse ungesüßte Pflanzenmilch
  • 1/4 Tasse gehackte Petersilie

für die „Creme“

  • 1 Tasse leicht gedämpfter Blumenkohl
  • 3/4 Tasse ungesüßte Pflanzenmilch
  • 1 TL vegane Butter/Margarine
  • 1/4 TL Salz
  • 1/4 TL frisch gemahlener Pfeffer

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Zubereitung:

Pilze:

  • Die Pilze mit der veganen Butter andünsten, mit Wein ablöschen und so lange dünsten, bis der Wein vollkommen verdunstet ist
  • In einer Extra-Schüssel beiseite stellen (ich habe eine Pfanne genommen, weil ich es verpeilt habe – im Original steht, man kann auch den Suppentopf nehmen und danach die Suppe darin zubereiten)

„Creme“-Basis:

  • Alle Zutaten in einem Blender (ich habe den Vitamix, da wurde es natürlich extrem smooth, aber ein normaler Mixer tut es sicherlich auch) gut mixen und nach Bedarf noch etwas Pflanzenmilch hinzu geben, falls es zu dickflüssig wird
  • Nach Geschmack salzen und pfeffern

Suppe:

  • Auf mittlerer Flamme Zwiebeln, Karotten, Mais und Thymian dünsten, bis die Zwiebeln glasig sind
  • Mit dem Mehl bestäuben und gut durchmischen
  • Brühe und Pflanzenmilch zugeben, zum Kochen bringen und stetig rühren
  • Kartoffelwürfel und „Creme“-Basis hinzufügen und 10-15 min kochen
  • Plize und Petersilie hinzugeben und nochmals 2-3 min kochen
  • Nach Geschmack würzen und mit frischer Petersilie garnieren

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Guten Appetit!

3 thoughts on “Comfort Food: Vegane „Clam Chowder“

  1. Yum, die Suppe sieht sehr fein aus und passt jetzt mehr als perfekt in dieses graue Wetter=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi
    http://excusemebutitsmylife.blogspot.com

  2. Ich habe sie sogar gestern gleich noch mal gemacht – und sie war auch ruckzuck wieder weg, sooo lecker🙂

    Schöne Weihnachten und liebe Grüße
    Tu-Mai

  3. Als dank hier ein Rezept für eine
    Vegane Gemüse-Paste
    zum Verfeinern von Suppen und Soßen
    auf meinem Kanal Sinnreich leben´s gesunde Küche.

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