Oh, wie yummi!

Yummi Vegan Food

30 Tage vegan – ein Selbstversuch

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Vegan. Ehrlich gesagt, hat mich dieses Wort immer ein bisschen abgeschreckt. „Vegan“ – das klingt in den Ohren eines eingefleischten Carnivoren schwer nach Verzicht, nach freudlosem Essen, nach der Verabschiedung von allem, was je unter die Kategorie „herzhaft“ gefallen ist.

Protein-Junkie

Fragt man mich nach den Lieblingsgerichten aus meiner Kindheit fallen mir sofort knusprig gebratene Chicken Wings (serviert mit der vietnamesischen Fischsoße, der berühmten „nuoc mam“, mit der Vietnamesen so ziemlich alles essen), zarte, langsam geschmorte Schweinerippchen in scharf-süß-saurer Marinade, eine schöne Bolognese, Gulasch mit Nudeln, paniertes Schnitzel und natürlich ein saftiges, englisch gebratenes Rindersteak ein. Allein schon das brutzelnde Geräusch und der Duft, mmmmhhh! Und Meeresfrüchte, oh Mann, da könnte ich mich reinlegen!

Versteht mich nicht falsch, ich liebe Gemüse. Und Salat. Und Früchte. Eigentlich alles, was mit Essen zu tun hat. Aber bisher doch in erster Linie Gerichte mit Fleisch. Oder eben – das „zweitbeste“ – mit Käse. Vieeeel Käse. Haufenweise Käse. Eine appetitlich geschmolzene Käsekruste oder gegrillter Schafskäse mit Olivenöl und Knoblauch – lecker!

Tierleid und hungernde Kinder in Afrika

Jetzt fragt man sich natürlich: Warum denn dann ausgerechnet ein Blog über veganes Essen? Alle meine Freunde hätten sofort unterschrieben: das  LETZTE , was ich jemals tun würde, wäre vegan zu essen und dann auch noch einen veganen Blog zu schreiben. Also: wieso?

Ich würde ja gerne sagen: Da war dieser eine Tag, an dem ich diese Doku über diese schreckliche Massentierhaltung sah. Diese Tiertransporte. Und da wusste ich, dass ich so nicht weiter machen kann. Dass ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann, Tiere zu essen. Und von einem Tag auf den anderen den tierischen Genüssen abschwor.

Leider ist das aber nicht wahr. Ja, ich liebe Tiere. Als Kind wollte ich immer zu Greenpeace und Wale retten. Ich habe schon immer Haustiere gehabt und liebe alles, was kreucht und fleucht. Trotzdem hatte ich nie ein Problem damit,  Fleisch zu essen. Ich hatte auch als Kind noch nie die Illusion, das Stück panierte Schnitzel hätte niemals geatmet und bin dann irgendwann entsetzt „aufgewacht“, als mir „plötzlich“ klar wurde, dass da Schweinchen Babe auf meinem Teller liegt. Ich bin eher die, die schon immer genüsslich das Fleisch von den Knochen genagt  und auch den Anblick eines ganzen Fisches auf dem Teller  oder eines Spanferkels am Spieß ganz gut ertragen hat.

Natürlich gab es da auch immer Bilder. Furchtbare Bilder. Kühe, Schweine und Hühner, eingepfercht, gequält, zerschunden. Tierschutzaktivisten, die mit ihren Flyern auf der Straße standen. Aber irgendwie habe ich das mit einem kleinen Teil meines Bewusstseins wahrgenommen, es dann aber wieder ausgeblendet. Ungefähr so, wie die Bilder der bis aufs Skelett abgemagerten afrikanischen Kinder mit den großen Augen und aufgeblähten Bäuchen, die von den „Brot für die Welt“-Plakaten starren. Irgendwo in seinem Inneren weiß man, dass da Leiden ist, aber irgendwie denkt man „Ich kann als einzelner sowieso nichts dagegen tun.“ Ab und zu war es auch so, dass mir die ganze Scheiße wieder voll bewusst wurde – vor allem, wenn wieder Zahlen durch die Presse gingen, wie viele Erden man bräuchte, um die ganze Welt so zu ernähren wie den modernen Westler und welch Energieverschwendung es bedeutet, Tausende von Kalorien an Tiere zu verfüttern, während man mit derselben Menge Kalorien  hungernde Kinder satt kriegen würde. Von der viehhaltungsbedingten Klimaerwärmung ganz zu schweigen. Da war dann auch der Vorsatz da, den eigenen Fleischkonsum  – wenn schon nicht aufzugeben – zumindest doch zu reduzieren.

Im Jahr 2011 legte ich dann tatsächlich aus global-ökologisch-ethischen Gründen probeweise einen vegetarischen Monat ein. Damals war mir noch nicht klar, dass es eigentlich völlig egal ist, ob man das Tier selbst oder seine Milch oder Eier konsumiert, (siehe dazu http://www.ausgemolken.net/ oder „Super-Kühe: Milchproduktion im Akkord“). Naja, jedenfalls aß ich oft Pasta mit Gemüsesahnesoße, Kartoffel- oder Gemüsegratins, abends mal ein Marmelade- oder Käsebrot, Salat, ab und zu mal asiatische Nudelpfanne, ansonsten eben viel Gebäckzeug oder andere Snacks. Süßigkeiten, die ich normalerweise nicht esse, hatte ich mir da auch angewöhnt. Rumms, hatte ich in 2 Wochen schon 1,5 Kilo mehr auf den Rippen. Suboptimal, möchte man sagen. Lag natürlich auch daran, dass ich, wie schon erwähnt, erst mal viele Dinge einfach mit Sahne oder Käse statt mit Fleisch gegessen habe. Ich hielt den Monat durch, war aber heilfroh, als ich mich wieder „normal“ ernähren konnte.

Wie ist das eigentlich genau mit der Fleischproduktion?

Als mein bester Freund, mit dem ich jahrelang immer gerne kulinarischen „fleischlichen“ Gelüsten gefrönt hatte, verkündete, er esse nur noch Biofleisch (inzwischen ist er Vegetarier), begann ich, mich ernsthafter damit auseinander zu setzen, wie die Tiere gehalten werden und was da so alles drin ist, in unserem Fleisch. Das Ergebnis war ernüchternd, unappetitlich und traurig zugleich: Extrem un-artgerecht gehaltene Tiere, vollgepumpt mit Hormonen und Antibiotika. Nicht so toll. „Bio“ also schon mal eine gute Idee und hey, immerhin gab es das auch schon im normalen Supermarkt und nicht nur im Bioladen, zu dem man immer extra nach der Arbeit irgendwo rausfahren musste und der eben nicht bis 22 Uhr offen hat. Ich kaufte also Biofleisch, wenn es gerade in Reichweite war, sagte aber beim Essen meiner Mutter oder Schwiegermutter auch nicht „Nein“, wenn da mit viel Liebe ein schönes fleischhaltiges Essen gekocht wurde.

Auch beim Auswärtsessen musste ich jedes Mal feststellen, dass die vegetarische Auswahl im Vergleich zum fleischlichen Angebot nicht so wirklich reizvoll war und schon hörte mich der Kellner wieder mal das Lendenpfännchen mit Rahmpilzen bestellen. Trotz der kleinen inneren Stimme, die leise flüsterte, dass das Schwein bestimmt nicht glücklich und das Fleisch bestimmt nicht hundertprozentig gesund war. Aber Essen war schon immer meine Achillesferse und ich esse nun einmal gerne und vor allem gerne lecker – und vielseitig.

Vietnamesisches Essen vs Fleischgerichte vs vegetarisch in Restaurants

Hier möchte ich einen kleinen Exkurs machen: Ich komme aus einer vietnamesischen Familie. Wie bei vielen Asiaten besteht eine vietnamesische Mahlzeit aus vielen verschiedenen Gerichten.

Ein typisches vietnamesisches Abendessen für die ganze Familie besteht aus Reis, einer klaren Suppe und mehreren Gerichten, gebraten, gekocht oder geschmort. Ich möchte das ein bisschen vertiefen: Die Suppe ist oft  eine Brühe mit einer oder zwei Sorten Gemüse drin (z.B. Spinat, Kürbis, Kohlrabi, Bittermelone) und ein paar kleingeschnittenen, mitgekochten Rind- oder Schweinefleischstückchen oder auch Fisch oder Shrimps. Nicht viel, aber gerade genug, um der Suppe ein schönes Aroma zu geben. Die vietnamesischen Gerichte sind ziemlich minimalistisch, aber da sowieso alles zusammen auf den Tisch kommt und sich jeder wie an einem Buffet jeden Bissen einzeln zusammenstellen kann, ist das insgesamt sehr abwechslungsreich.

Ein Gericht könnte zum Beispiel grüne, gebratene Bohnen mit wenigen Streifen Rindfleisch und Knoblauch sein. Ein anderes geschmorter Schweinebauch mit Ei. Dann wiederum könnte frittierter Tofu mit Tomatensoße noch mit auf dem Tisch stehen. Und noch ein Salat aus Kraut, Pfefferminze, Koriander, Thaibasilikum und ein wenig Hühnchen. Ein großer Teller verschiedenes gedünstetes Gemüse oder auch gebraten mit Tongkupilzen, dazu noch ein Stück Fisch, geschmort, gebraten oder gedünstet – so ungefähr kann man sich eine vietnamesische Mahlzeit vorstellen. Jeder nimmt sich, was er möchte und so viel er möchte. Wenn jemand etwas bestimmtes nicht mag, muss er es sich nicht nehmen. Der Pflanzenanteil ist sehr hoch, dennoch ist in fast allen Gerichten ein klein wenig Fleisch, um dem Ganzen ein bisschen „Pep“ zu geben.

Zurück zu den vegetarischen Optionen in Restaurants. Diese bestehen meistens (ich gehe sogar soweit zu sagen „fast immer“) aus einer Riesenportion von EINER EINZIGEN SPEISE, wie zum Beispiel ein Haufen Käsespätzle, irgendeine vegetarische Pasta (meist dann mit Sahnesoße), vegetarische Pizza oder es gibt als vegetarische Variante den berüchtigten Alibi-Backcamembert. Ansonsten: Salat. Mit Feta oder Thunfisch. So wirklich tierfrei sind die „vegetarischen“ Gerichte also auch nicht. Worauf ich hinaus will: Bekommt man bei einem Fleischgericht oft ein Stück Fleisch, zu dem man sich Nudeln, Pommes, Bratkartoffeln, Kroketten, Reis, Spätzle oder Brot aussuchen kann, dazu einen Salat und mit ein wenig Glück auch noch eine Gemüsebeilage, muss man bei der vegetarischen Variante einen großen Berg ein und derselben Speise essen – zumeist diese dann meist einfach nur aus einer Menge Kohlenhydraten besteht und man in vielen so genannten vegetarischen Gerichten das frische Gemüse mit der Lupe suchen muss.

Fleischfresser, Vegatarier, Veganer –  wo gehobelt wird, fallen Späne

Warum die Idee „vegan“ jetzt wieder aufkam, hat diesmal mit meiner eigenen Gesundheit zu tun. Dass ich es wegen meines Wohlbefindens tue, bedeutet NICHT, dass mir die Tiere und das Weltklima egal sind. Ich möchte das deswegen betonen, weil es manchen Mitmenschen „egoistisch“ vorkommt, wenn man wegen so etwas „eigennützigem“ wie seiner eigenen Gesundheit auf Tierprodukte verzichtet. Bevor ich darauf eingehe, welche Gründe ich für (erst mal einen Monat lang) vegan essen habe, möchte ich kurz teilen, was mir beim Recherchieren über dieses Thema so aufgefallen ist. Ehrlich gesagt, war ich ziemlich erschreckt.

Tiere zu essen ist emotional hoch aufgeladen. Bei diesem Thema werden weitaus hitzigere Diskussionen geführt als über die anderen Klimakiller (Reise-, Unterhaltungs- und Textilindustrie zum Beispiel) oder andere Bereiche, in denen ebenfalls Tiere leiden und sterben, z.B. Vernichtung ihrer Lebensräume, um sie für Menschen zu nutzen oder Medikamente, die an Tieren getestet wurden. Bei letzterem könnte man ebenso sagen, dass man sich bei kleineren Wehwehchen durchaus informieren könnte, welche naturheilkundlichen Mittel es gibt, bevor man sich ein Mittel eines „bösen“ Pharmakonzerns einwirft, der jetzt oder in der Vergangenheit Tiere missbraucht hat.

Beim Thema Essen jedoch, so habe ich nach Durchlesen vieler Foren den Eindruck, wird schnell der moralische Finger erhoben, sich überlegen gefühlt, ein Wettstreit entfacht, wer denn hier jetzt der Allernachhaltigste und allermegakorrekteste Esser ist und so weiter und so weiter. Vegetarier werfen „den Fleischessern“ vor, sie würden die Augen verschließen und sich nicht informieren wollen. Die Worte „Mörder“, und „Leichenfresser“ werden da munter anderen Mitmenschen an den Kopf geworfen, die man gar nicht kennt und die möglicherweise am Wochenende ehrenamtlich alte Omas spazieren fahren oder im Tierheim arbeiten.

„Da, schau!“ heißt es da von einigen Vegetariern und dann zeigen sie Bilder von grausam zugerichteten Tieren im Schlachthof. Werden die Lakto-Vegetarier dann von Veganern mit Informationen über die Umstände der Milchproduktion konfrontiert – gerne auch mit drastischen Bildern, Beleidigungen und virtuell geschüttelten Fäusten – zeigen viele die gleiche Abwehrreaktion und liefern Erklärungsversuche, warum es immer noch „besser“ sei, ein Tier wegen seiner Körperprodukte zu halten und Jahre später zu töten, als es zu töten, um es zu essen. Ich habe sogar beobachtet, dass Veganer über andere Veganer urteilen, sie seien ja keine „echten“ Veganer, wenn sie immer noch Lederschuhe und Wollpullover trügen. Und überhaupt, ist das denn auch alles „Bio“, was der andere Veganer kauft, häh? Puuuuhhhh…

Allergien: Neurodermitis, Heuschnupfen, Asthma- Anfälle

Zurück zu „Warum vegan essen, wenn nicht ausschließlich aus Tierschutzgründen?“. Die Antwort: Allergien. Davon habe ich eine Menge. Schon immer gehabt. Es fing an mit Neurodermitis, ging über zu Sonnenallergie, leichter Heuschnupfen, schwerer  Heuschnupfen inklusive Nasenbluten wegen übelst gereizter Nasenschleimhaut, weitere  Hautausschläge, am Ende dann dieses Jahr ein wochenlanger Husten, der schon asthmatische Ausmaße mit Atemnot und durchröchelten Nächten annahm und den ich fälschlicherweise für eine hartnäckige Bronchitis hielt. Bis sich dann herausstellte, dass es Pollenhusten ist. Scheiße. Genau das hatte ich vermeiden wollen, als ich drei Jahre zuvor eine teure Akupunkturbehandlung gemacht hatte – mit Erfolg, denn der Heuschnupfen hatte sich für zwei Jahre verabschiedet. Nur, um jetzt mit gezogenen Waffen und stärker denn je zurück zu kehren.

Mit Anfang 30 hatte ich schon eine 25-jährige Odyssee von Arzt zu Allergologe zu Internist zu Arzt hinter mir. Ein Prick-Allergietest hatte schon vor Jahren ergeben, dass ich angeblich so ziemlich gegen alles allergisch sein soll. Frühblüher wie Birke, Hasel und Erle schlugen genau so aus wie Gräser, die dann im Spätsommer blühen. Sogar gegen Käse und andere Lebensmittel sollte ich allergisch sein. Die Ärzte verschrieben natürlich Medikamte – Cortison-Salben und Antihistamine gehörten schon seit meiner Kindheit zu meinem Leben. Von einer möglichen Heilung war nie die Rede.

Eine Kollegin mit ähnlicher Geschichte empfahl mir ihren Heilpraktiker, der sie komplett von ihren Allergien geheilt hatte. Da ich schon völlig verzweifelt war, ging ich zum ihm und kaufte mir parallel noch das „Handbuch für Allergiker“ von Henning Müller-Burzler. Dort stand unter anderem, dass ein zeitweiser oder auch völliger Verzicht auf tierisches Eiweiß die allergischen Beschwerden deutlich lindern und in vielen Fällen sogar gänzlich verschwinden lassen könnte.

Aha! Sollte es tatsächlich möglich sein, den Hautausschlägen, juckenden Augen, laufender Nase und asthmatischen Hustenanfällen mit so etwas „Einfachem“ wie Ernährung zu Leibe zu rücken? Als mir mein Heilpraktiker dann sagte, ich solle neben Glutamat und künstlichen Farb- und Konservierungsstoffe unbedingt auch Schweinefleisch meiden, begann ich, mich weiter schlau zu machen.

Tierfrei kochen und „Vegan for fit“ von Attila Hildmann

Noch immer haftete in meinem Bewusstsein das Wort „vegan“ vor allem die unterschwellige Botschaft „Da fehlt mir was“ an. Dass ich für mein Leben gern esse, hatte ich ja schon erwähnt. Zudem koche ich leidenschaftlich gerne – für mein Essen einzukaufen, zu schnippeln und ein bisschen Aufwand zu betreiben, ist für mich nicht nur nicht schlimm, sondern eigentlich auch ganz entspannend. Jetzt hieß es also: Mal sehen, was denn die vegane Küche zu bieten hat. Und wo findet man bequem mehr verschiedene Sachen als irgendwo sonst auf der Welt? Na klar: im Internet.

Ich machte mich also auf die Suche nach leckeren Rezepten. Erst einmal Food-Seiten, Foodblogs, Pinterest abgrasen. Auch fielen mir da erstmals immer wieder vegane Rezepte von den Yoga-Blogs auf, die ich schon länger abonniert hatte. Überhaupt stellte ich fest, dass viele Yogis vegan lebten und ich stieß bei der Suche nach Rezepten auch auf immer mehr (vor allem amerikanische) fitnessorientierte Menschen, die sich für eine vegane Ernährung entschieden hatten. Und noch etwas: Sie sahen alle super aus! Total gesund mit strahlendem Teint und einer superpositiven Ausstrahlung. Ich wurde neugierig.

Auf Amazon stieß ich bei der Suche nach einem veganen Kochbuch auf das Buch, das dann den Stein ins Rollen brachte „Vegan for fit“ von Attila Hildmann. „Die 30-Tage-Challenge“ heißt es und die Rezepte darin sprachen mich sofort an. Mmmmmmmhhh, sah das alles guuuut aus! Überhaupt nicht langweilig und sehr bunt und frisch und überhaupt total abwechslungsreich. „30 Tage… das kriege ich hin!“, dachte ich gleich. Als ich dann die ganzen Rezensionen las und auf Youtube und Facebook Stimmen von Leuten hörte, die dieses Programm mitgemacht hatten (so genannte „Challenger“), war ich vollends überzeugt: Das probiere ich aus! Keine Allergien mehr, bessere Haut, besserer Schlaf, bessere Verdauung und Stoffwechsel, mehr Energie UND dazu noch etwas Gutes für die Umwelt tun und mal einen Monat lang weder etwas mit Massentierhaltung noch Tiertransporten noch Schlachtungen zu tun haben – alles klar!

 „Was isst man denn als Veganer?“

Mein Freund, ebenfalls überzeugter „Fleischesser“ und Foodie, zog zum Glück gleich mit. Erst einmal wurde viel gelesen, wir wollten ja schließlich vorbereitet sein. Immerhin ist das eine riesige Umstellung, so von hundert auf null. Wir haben ja sozusagen keine „vegetarische Zwischenphase“ – wat essen wir denn nu?

Und genau darum soll es hier in diesem Blog gehen: Was gibt es denn so, wenn ich gerne gut esse, abwechslungsreich, frisch und bunt – und das ohne Fleisch, Käse, Sahne, Ei, Joghurt oder Butter? Und wie wird es mir dann gehen? Werden meine Allergien verschwinden? Meine chronische Müdigkeit? Und werde ich dabei bleiben oder mich nach den 30 Tagen gleich aufs nächste Steak stürzen? Eines steht fest: Weniger Tierprodukte essen wollte ich eigentlich schon immer (ja, aus Tierschutz- und Umweltgründen), habe es aber irgendwie nie ganz durchgezogen. Deswegen wird es in diesem Blog auch nur vegane Rezepte geben, schließlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich öfter etwas ohne Tier esse, vieeeel größer, wenn es auch lecker ist. Also: Auf ins vegane Abenteuer – ich bin schon sehr gespannt, was das kulinarische Neuland zu bieten hat.

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